Neues aus dem Hartz – frei nach Heinrich Heine

Im traurigen Monat Oktober war’s,
Die sozialen Aussichten wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da war auch die Hoffnung der Bedürftigen hinüber.

Und als nun die Zeit vor der Kälte kam,
Da fühlten die Betroffenen ein stärkeres Höhnen und Klopfen
In ihrer armen Brust, ich glaube sogar
Viele Augen begannen zu tropfen.

Und als sie das traurige Ergebnis vernahmen,
Da ward ihnen seltsam zumute;
Sie meinten nicht anders, als ob das Herz
Ihnen schwer war zu Mute.

Eine Ministerin der Regierung Willen verkündete
Sie machte mit echtem Gefühle
Das sah ein jeder ihr an,
Freundliche Miene zum traurigen Spiele.

Was wollt ihr, ihr prekären Gestalten,
Was habt ihr nur im Sinn?
Wolltet ihr gar mehr Geld erhalten?
Prekär seid ihr, für euch gibt es keinen Zugewinn.

Aus ihr sprach wenig Menschenliebe,
Viel Aufopfrung und Wiederfinden
Hier in jener kalten sozialen Welt,
Wo die Leiden sich nicht mildern oder schwinden.

Der armen Menschenkinder ein Jammertal auf Erden,
Die nötige Freiheit gibt es später im Himmel
So soll es nach dem Willen der Regierung werden
Für des Volkes niederes Gelümmel.

So bleibt ihr hier im irdischen Jammertal,
Die Hoffnung auf Bessrung jäh zerronnen.
Wie es euch ergeht, ist der Regierung doch vollkommen egal,
Fehl gerechnet ist dem Staate viel gewonnen.

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