Neues aus dem Hartz – frei nach Heinrich Heine

November 4, 2010

Im traurigen Monat Oktober war’s,
Die sozialen Aussichten wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da war auch die Hoffnung der Bedürftigen hinüber.

Und als nun die Zeit vor der Kälte kam,
Da fühlten die Betroffenen ein stärkeres Höhnen und Klopfen
In ihrer armen Brust, ich glaube sogar
Viele Augen begannen zu tropfen.

Und als sie das traurige Ergebnis vernahmen,
Da ward ihnen seltsam zumute;
Sie meinten nicht anders, als ob das Herz
Ihnen schwer war zu Mute.

Eine Ministerin der Regierung Willen verkündete
Sie machte mit echtem Gefühle
Das sah ein jeder ihr an,
Freundliche Miene zum traurigen Spiele.

Was wollt ihr, ihr prekären Gestalten,
Was habt ihr nur im Sinn?
Wolltet ihr gar mehr Geld erhalten?
Prekär seid ihr, für euch gibt es keinen Zugewinn.

Aus ihr sprach wenig Menschenliebe,
Viel Aufopfrung und Wiederfinden
Hier in jener kalten sozialen Welt,
Wo die Leiden sich nicht mildern oder schwinden.

Der armen Menschenkinder ein Jammertal auf Erden,
Die nötige Freiheit gibt es später im Himmel
So soll es nach dem Willen der Regierung werden
Für des Volkes niederes Gelümmel.

So bleibt ihr hier im irdischen Jammertal,
Die Hoffnung auf Bessrung jäh zerronnen.
Wie es euch ergeht, ist der Regierung doch vollkommen egal,
Fehl gerechnet ist dem Staate viel gewonnen.

Wachstumslokomotive Deutschland

August 17, 2010

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Sarkozix erschüttert das stolze Gallien

August 7, 2010

Im Frankreich unter Sarkozix geht es derzeit zu wie in einem Tollhaus. Die unerschütterlichen Gallier kommen kaum noch zum Luft holen, denn sie sehen sich einer wahren Flut von Skandalen und Affären ausgesetzt.

Kaum vergeht eine Woche, ohne dass ein neuer Skandal das Land heimsucht. Das einst stolze Gallien wird dabei durch seine politische Führung tief erschüttert.

<!– Als wär’s ein Stück aus dem Tollhaus! –>Die Ober-Gallier fallen so unangenehm auf, dass ihre keltischen Vorfahren glatt vor Neid erblasst wären und das Volk nun kaum noch dazu kommt, die Fülle der Skandale und Affären zu verarbeiten. Der Niedergang des stolzen Gallien nimmt seinen Lauf.

Lesen Sie hierzu auch:
Ärger um Sarkozix

Mehr über Sarkozix erfahren Sie auf:
sarkostique.over-blog.com

Früher hatten wir Winter, heute nennt man es Schnee-Chaos

Februar 2, 2010
Der Winter

Oh, jetzt hat mit aller Macht,
Das Wetter viel Schnee ins Land gebracht,

Der Himmel schüttet aus sein prächtig Kleid
Die Wolken haben alles eingeschneit.

Das Land liegt vor Kälte starr und tief verschneit,
Der Winter entfachtet seine ganze Herrlichkeit.

Nun haben wir seit langen einen Winter, der diesen Namen auch verdient: in diesem Jahr ist es wirklich Winter im Land. Viele, vor allem die Kinder, wird es freuen, dass es wieder richtig Winter ist, aber nicht alle erfreut diese Erscheinung in ihrer täglichen Darbietung.

Das Chaos, das dieser Winter und sein Wetter angerichtet hat, hinterlässt auch in den Köpfen der Menschen deutlich ihre Spuren. Besonders bei denjenigen, die eine solche Naturerscheinung bisher nicht erleben durften und die einen richtigen Winter noch gar nicht kannten, hat der Winter seine deutlichen Spuren in den verschneiten Köpfen hinterlassen. Diese scheuen nicht davor zurück, Ängste zu schüren und den Winter als bedrohlichen Chaos-Zustand zu beschreiben.

Zu dem Schnee-Chaos, das der Winter anrichtet, kommt das angerichtete Chaos in den Köpfen vieler Medienvertreter. Denen kommt dieser Winter als willkommene Abwechslung und kostenlose Promotion sehr gelegen. In denjenigen Medien, in denen Panikmache und das Schüren von Ängsten zum Geschäft gehört, wird der Winter zur alltäglichen Bedrohung, vor deren Gefahr täglich zu warnen ist.

Allabendlich verkünden aufgeregte Menschen das Versinken Deutschlands in den Schneemassen. Panisch wird eine Schnee-Katastrophe nach der anderen vorhergesagt und herbeibeschworen. Die vom Himmel rieselnden Schneeflöckchen werden dem Zuschauer vor dem Fernseher als gefährliche Bedrohung präsentiert und verkauft.

Die Volksverdummung macht auch vor dem Wetter als lokale Erscheinung nicht Halt. Frei nach dem Motto: Früher hatten wir Winter, heute nennt man es Schnee-Chaos.

Wir warten schon auf die Meldung: Medienvertreter bei Berichterstattung von Schneeflocke erschlagen.

Ein Weib lächelt hinfort die deutschen Sorgen

Februar 2, 2010


»Ein Weib, so schön wie der Morgen, lächelt hinfort die deutschen Sorgen«, dichtete einst der Dichter der Romantik Heinrich Heine in seinen »Nachtgedanken« (1843). Welches Weib Heine in seiner Dichtung im Sinne gehabt hatte, ist nicht bekannt. Sicher trifft der Reim jedoch auf Angela Merkel zu: auch sie lächelt hinfort die deutschen Sorgen.

Nicht nur Heine macht sich Sorgen über Deutschland. Die Sorgen hinfortzulächeln ist allzu menschlich, besser wäre es jedoch, die Probleme zu lösen, die sich hinter den deutschen Sorgen verbergen. Statt die Probleme zu lösen, zieht es die Kanzlerin lieber vor, zu schweigen und die Probleme auszusitzen. Man mokiert sich bereits öffentlich über Merkels Schweigen und fühlt sich unweigerlich an das »Prinzip Kohl« erinnert: einfach alles aussitzen.

Da kommt einem schnell zu Bewusstsein, woher der Wind weht und wes Geistes Kind die Frau Kanzlerin ist. Aber der Erfolg einer Regierung misst sich nicht an der Dauer der Regierungszeit, sondern an dem Führungsstil innerhalb der Regierung. Da besteht nun offensichtlich akuter Handlungsbedarf, damit die Kanzlern die deutschen Sorgen vergessen macht und die Weise aus dem Sorgenland auch lyrisch über sie hernach heissen könnte: »Ein Weib, so schön wie der Morgen, löst hinfort all die deutschen Sorgen.«

Über allen Gipfel ist Ruh

Dezember 21, 2009


Der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe war ein begeisterter Naturforscher, Mineraologe und Geologe, den seine Begeisterung immer wieder zu Wanderungen in die umherliegende Landschaft trieb. Oft zog er in Thüringen und dem Harz wandernd umher, um allerlei Beobachtungen zur Beschaffenheit des dortigen Gesteins zu machen.

Zu Zeiten Goethes war das Klima eher jahreszeitlich beeinflusst, klimatische Veränderungen noch von der Natur aus geprägt. Klimawandel war als solcher noch nicht bekannt und in seinen Auswirkungen weniger gravierend. Das Wort Klimawandel war damals noch nicht in aller Munde und zumal kein Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Regelmässig abgehaltene Klimagipfel zum dringend notwendigen Schutz der Umwelt gab es in den höfischen Fürstenstaaten damals auch noch keine.

Goethe war damals noch sehr von romantischen Vorstellungen geprägt. Erscheinungen von Klimawandel traten höchstens bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen auf. Wäre dies damals anders gewesen und hätte der Dichterfürst die Auswirkungen des Klimawandels auf seinen Bergen bereits damals bemerkt, hätte er sich sicherlich auch hierzu zu einem Gedicht inspieren lassen.

Seine allfällige Lyrik hierzu hätte dann womöglich folgende Kleidung getragen:

Über allen Gipfeln

Ist Ruh’,

Schon in allen Wipfeln

Spürest Du

bereits einen wärmenden Hauch;

Warte nur, balde!

mein liebliches Klima

Ruhest Du auch!

Das Klima braucht keinen Gipfel

Dezember 21, 2009

Eine unbequeme Wahrheit. von Al Gore

Wir haben die Wahl: Ein Plan zur Lösung der Klimakrise. von Al Gore

Das gefährdete Weltklima ist diesmal zu Besuch in Kopenhagen und trifft dort auf Leute, die von den Folgen des Klimawandels persönlich nicht allzu betroffen sind.

Alle Teilnehmer der Klima-Konferenz wollen dort ihren Beitrag leisten zur Verminderung des CO2-Ausstosses auf diesem mit Kohlendioxid vollgepumpten Planeten – diese selbsternannten Klima-Botschafter fangen leider nicht bei sich selber an. Die geladenen Personen taugen – genau wie die Durchführung im Rahmen einer Konferenz – schon deswegen nicht zum Vorbild, weil deren persönliche Klima-Bilanz durchweg negativ, d.h in hohem Maße klimaschädlich, ausfällt.

Während der 11-tägigen Klimakonferenz wird Kopenhagen stattdessen selbst zum Zentrum des CO2-Ausstosses. Dies ist sehr belastend für die Umwelt, denn dort wird wieder viel heisse Luft produziert, so dass das Klima noch weiter gefährdet wird. Auch dieser Klimagipfel wird zur Schadstoff-Konferenz. In den 11 Tagen werden rund 41.000 Tonnen Kohlendioxid produziert. Es müssen rund 15.000 Delegierte und Offizielle, 5.000 Journalisten und fast 100 Staatsführer anreisen, übernachten und versorgt werden. Allein deren An- und Abreise produziert vollkommen unnötige Unmengen von Kohlendioxid-Schadstoffen.

Viele von diesen hohen Politikern, die selbsternannte Klimakanzlerin Angela Merkel an der Spitze, sind weder in der Lage, ihre ruinierten Staatshaushalte in Ordnung zu bringen, noch sonstige notwendigen Massnahmen zur Vermeidung des Bankrotts zu beschliessen. Aber das Weltklima vor dem Kollaps zu retten, wollen sie uns ernstlich weismachen.

Auch dieser wahrscheinlich wieder viel zu unverbindliche Klimagipfel produziert wieder mehr heisse Luft als um diese Jahreszeit normalerweise üblich, ohne das es konkrete und verpflichtende Vereinbarungen zum dringend notwendigen Klimaschutz geben wird. Er wird abgehalten von Personen, die sich nie fragen müssen, welchen Beitrag sie selbst zur Verminderung des Schadstoff-Ausstosses leisten können – ja eigentlich leisten müssen.

Das gefährdete Weltklima ist diesmal zu Besuch in Kopenhagen. Die dort gestiegene Schadstoff-Belastung wird es der Stadt anlasten, diesen Gipfel abgehalten zu haben. Bleibt zu hoffen, dass es ihm dort nicht zu wohlig warm werden wird, denn – na ja, sie wissen schon …Wenn diese vemeintlichen Klima-Botschafter tatsächlich etwas für das tun wollen, dann sollten sie diese Schadstoff-Konferenzen in Zukunft garantiert ozonfrei per Video-Botschaft abhalten

Buchtipp:
Wir haben die Wahl von Al Gore

Der Klimagipfel

Ochs und Esel nehmen ihren Lauf

November 7, 2009

Erich Honecker Mauer, Mauer Erich

Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf! – sagte prophetisch der greise Staatschef Erich Honecker mit der Altersweisheit eines überzeugten Sozialisten. Da es nicht die Aufgabe dieser beiden domestizierten und eingesperrten Haustiere ist, den Lauf der Geschichte zu bestimmen, übernahm diese Aufgabe dann nicht die tierischen Genossen, sondern die eingesperrte Bevölkerung im ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschen Boden. Sie bedankte sich für 40 Jahre von Ochs und Esel realisierten Staatssozialismus schaffte nach 40 Jahren Vergeblichkeit die Diktatur ab, die sich den Sozialismus auf ihre Fahnen geschrieben hatte und eigentlich eine klassenlose Gesellschaft herbeiführen sollte.

Nur Kinder, Narren und sehr alte Leute können es sich leisten, immer die Wahrheit zu sagen, wußte schon der kluge und pragmatische Revolutionär Lenin. Honecker glaubte fest an die Idee des Sozialismus, deren reale Umsetzung er jedoch im Arbeiter- und Bauernstaat nicht vermochte. Hätte Honecker und seine Genossen die Idee des Sozialismus in ihrem Staate verwirklicht, hätte es keines tierischen Beistandes gebraucht, um den Sozialismus in seinem Lauf aufzuhalten. So aber saßen Ochs und Esel in der Parteiführung, ignorierten beharrlich die Zeichen der Geschichte und brachten den Sozialismus aus seiner Bahn.

Es ist eine Ironie der Geschichte, daß sich die DDR im Endstadium genau nach der marxistischen Lehre verhielt. Nach marxistischer Auffassung heißt es, dass der Staat nach einer erfolgreichen Revolution nach und nach „einschlafen“ werde, wenn er nicht mehr notwendig bzw. überflüssig geworden sei. Da es dem verrordneten Staatssozialismus gemäß der Theorie des Marxismus auch nach 40 Jahren nicht gelungen war, die Befreiung auch des Individuums herbeizuführen, befreiten sich die Menschen schließlich selber vom Joch der SED-Diktatur. Der Sozialismus wurde nach dem Fall der Mauer und dem Wegfall der Grenze fortan seiner weltgeschichtlichen Bedeutung beraubt und hatte ausgedient. – Das Volk hatte sich der hehren Idee emanzipiert.

Taoismus und Politik

November 4, 2009

Taoismus ist eine alte chinesische Lehre und Weisheit, bei der Weg auch das Ziel ist. Diese pragamatische Lehre hat weltweit viele Anhänger gefunden. Inzwischen ist der Taoismus durch die Esoterik-Welle zum integralen Bestandteil der westlichen Kultur geworden

Tao bedeutet wörtlich übersetzt „Weg“, meint aber auch Lebensweg, den „rechten Weg“ , das richtige moralische Prinzip. Tao bedeutet im Grunde genommen, daß der Weg auch das Ziel ist.

Obwohl Politiker häufig Pragmatiker sind, sind diese nur in seltenen Fällen mit der alten chinesischen Lehre und ihren Weisheiten des Alltags vertraut. Man kann schließlich von Politikern nicht verlangen, daß sie den Pfad der Erleuchtung bestreiten.

Ob die Bundesregierung in den Koalitionsverhandlungen den „rechten Weg“ im tao-istischen Sinne eingeschlagen hat, wird die Zukunft weisen. Eine Abkehr von der bisherigen Politik ist nicht in Sicht. Als Zukunftsmodell ist diese Koalition zur Beschreitung des rechten Weges wenig tauglich.

Auf den Spuren Münchhausens

Oktober 21, 2009

Baron von Münchhausen war dafür bekannt, daß er seinen Zeitgenossen allerlei frei erfundene Lügengeschichten auftischte. Auf seinem Gut lud er regelmäßig Freunde ein, denen er seine fantasievollen Lügengeschichten zum Besten gab. Der Baron mit der blühenden Phantasie verwandelte sich in allerlei fragwürdige Gestalt und flog schon mal auf einer Kugel reitend durch die Lüfte in eine belagerte Stadt.

Auch im Wahlkampf dieser Tage erinnerte so manch parlierender Politiker an den Baron von Münchhausen. Dort wurden dem Wähler allerlei Geschichten höchst fragwürdigen Inhalts aufgetischt.

Nach dem Wahlkampf sind die gewählten Politiker gefordert, ihre münchhausenhaften Versprechen einzulösen, damit ihnen nachher keine Kugeln aus der Opposition um die Ohren fliegen. Dies erfordert zuweilen mehr Geschick als die Erzählkünste des adligen Barons.

Das Ansehen des Barons, der dem Militär Zeit seines Lebens stets treu diente, wandelte sich im Alter mit seinen Erzählkünsten. Er wurde schließlich für einen „Münchhausen“ gehalten. – Am Ende geht es daher für Politiker dar, nicht dazustehen, wie der Baron von Münchhausen.


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